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Was macht sie so besonders?

Cool-Climate-Weine

Cool-Climate-Weine sind heute in aller Munde. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Wortschöpfung, die vor ca. 60 Jahren in der “Neuen Welt” entstand. Im Folgenden klären wir darüber auf, was der Begriff bedeutet, wie Cool-Climate-Weine entstehen und welche Rolle Cool-Climate-Weine bei uns einnehmen, auch im Hinblick auf den Klimawandel.

 

Was sind Cool-Climate-Weine?

Cool-Climate-Weine sind elegante, leichte Weine aus vergleichsweise kühlen Weinregionen, die durch ein gemäßigt-kontinentales Klima geprägt sind. Charakteristisch für dieses Klima ist das Wechselspiel aus warmen bis heißen Tagen und kalten Nächten in der Wachstumsphase der Reben. Während der Frühling in solchen Regionen gerne mal Frost mit sich bringt, ist der Herbst vergleichsweise mild und trocken.

 

Wo sind die Cool-Climate-Regionen?

Zu den heutigen Cool-Climate-Regionen zählen u.a. große Teile der Weinbaugebiete Deutschlands oder Frankreichs. Ihre Pendants auf der Südhalbkugel kommen z.B. aus Neuseeland, Chile oder Australien. Selbst in heißeren Weinregionen ist der Anbau von Cool-Climate-Weinen möglich – dazu muss allerdings in höhere und kühlere Lagen ausgewichen werden. Mancherorts werden die Weinberge in mehr als 1000m Höhe angelegt, wie bspw. im kalifornischen Monterey County.

 

Was zeichnet Cool-climate-Weine aus?

Die Stilistik der Cool-Climate-Weine zeichnet eine jugendliche Frische, bisweilen rassige Säure und ausgeprägte Aromatik aus. Es sind elegante, leichte und schlanke Weine, die längst auch zu unserem Markenzeichen geworden sind. Für die Frische und fruchtige Aromatik sorgen allen voran die kalten Nächte im Herbst, die eine längere Reifephase ermöglichen und die Säure in den Beeren konservieren. Wären die Temperaturen zu hoch, wie bspw. im Mittelmeerraum, würde die Säure schneller abgebaut werden und in den Hintergrund treten.

 

Was sind typische Rebsorten im cool-Climate?

Eine Rebsorte, die besonders vom Cool-Climate profitiert, ist der Riesling. Da es beim spät reifenden Riesling wichtig ist, die für ihn typische Säurestruktur und Finesse zu erhalten, kann dieser nur im Cool-Climate sein volles Potenzial entfalten. Weitere Rebsorten, die man vorwiegend in Cool-Climate-Regionen vorfindet, sind der Silvaner, die Scheurebe oder der Gewürztraminer. Manche Rebsorten gedeihen sowohl im Cool-Climate als auch im Hot-Climate, wie etwa die Burgundersorten Chardonnay und Weißburgunder. 

 

Wie wirkt sich der Klimawandel aus?

Durch den Klimawandel lässt sich eine langsame Verschiebung der Cool-Climate-Grenzen Richtung Norden beobachten. Aufgrunddessen ist in Deutschland bereits die Diskussion im Gange, ob hierzulande langfristig überhaupt noch klassische Cool-Climate-Weine möglich sind. In der Tat setzen zunehmend trockene und heiße Klimabedingungen vielen heimischen Rebsorten zu und führen zu immer früheren Ernten. Was für den Riesling zur Belastungsprobe wird, kann bei anderen Rebsorten jedoch auch zum Vorteil werden, etwa bei den wärmeliebenden Rotweinsorten.

 

Was tun wir gegen den Klimawandel?

Um die charakteristische Eleganz und Frische unserer Weine zu gewährleisten, haben wir unsere Weinbergsarbeiten dem Klimawandel angepasst. Durch zusätzliche Laubarbeiten im Juli können wir etwa die Reifung der Trauben verlangsamen. Somit können wir auch weiterhin noch im Oktober vollreife Rieslinge oder Silvaner ernten, die nichts von ihrer Cool-Climate-Stilistik eingebüßt haben. Ungeachtet dessen zeigt sich gerade der Silvaner bisher sehr resistent gegen den Klimawandel und lässt uns davon ausgehen, dass er auch in Zukunft seine Rolle als Aushängeschild des fränkischen Weinbaus behalten wird.